Verkehrssprache - verkehrte Sprache? Wie der Sprachgebrauch unsere Mobilität mitprägt

19. novembre 2021, 09:15 - 16:45

Die Tagung stellt Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt Sprachkompass Mobilität (CDE, Universität Bern) vor. Diese werden bereichert durch Beiträge aus der Verkehrsforschung und aus den Gesellschaftswissenschaften.

Ziel der Tagung ist es, den Zusammenhang zwischen Sprachgebrauch und Mobilität praxisbezogen und zielgruppenorientiert zu reflektieren und verschiedene Möglichkeiten auszuloten, wie eine nachhaltigere Mobilität über einen alternativen Sprachgebrauch gefördert werden kann.

Der Anmeldeschluss ist am 31. Oktober 2021. Die Teilnahme ist kostenlos.

Covid-19
Die Veranstaltung findet unter Einhaltung der zum Zeitpunkt der Tagung im Kanton Bern geltenden Schutzmassnahmen vor Ort statt. Wir werden Sie frühzeitig über die geltenden Bedingungen informieren.

Leitfragen

Diese Fragen leiten die Tagung an:
Wie prägt der gängige Sprachgebrauch die Wahrnehmung des Verkehrsgeschehens und des öffentlichen Raums?
Welche Werte und Mobilitätsnormen werden im sprachlichen Handeln ausgedrückt?
Wie stellen unterschiedliche Formen des sprachlichen Ausdrucks den Energie- und Ressourcenverbrauch dar?
Wie werden die am Verkehrsgeschehen Beteiligen sprachlich dargestellt, darunter Menschen, die sich mit dem Velo, dem Auto, dem Zug, dem Flugzeug, zu Fuss usw. fortbewegen, und zudem verschiedene Geschlechter und Gruppen wie Kinder und alte Menschen?
Wie werden mobilitätsrelevante Objekte, Vorgänge und Infrastrukturen sprachlich bezeichnet, z.B. Strassen, Parkplätze, Unfälle, Staus usw.?

 

Programm

09.15 – 09.25 Uhr
Begrüssung und Einleitung

09.25 – 10.05 Uhr
Mobilität und Verkehr: Welche Vorstellungen und Haltungen rufen diese Begriffe auf und welche Folgen ergeben sich daraus für nachhaltiges Handeln?
Hugo Caviola (Linguist, CDE, Universität Bern) & Andrea Sedlaczek (Linguistin, Universität Wien) -> Mehr Infos

10.05-10.45 Uhr
Sprachkritische Betrachtungen zur medialen Berichterstattung über Verkehrsunfälle
Martin Reisigl (Linguist, Universität Wien) -> Mehr Infos

10.45-11.00 Uhr
Kaffeepause

11.00-11.40 Uhr
Mobilität, Verkehr, Freiheit–Betrachtungen eines staunenden (Wissenschafts-)Journalisten zur Verwendung einiger Begriffe Marcel Hänggi (Journalist, Zürich) -> Mehr Infos

11.40-12.20 Uhr
Autonom mobil – die Freiheit, sich nicht fortzubewegen
Katharina Manderscheid (Soziologin, Universität Hamburg) -> Mehr Infos

12.20-12.35 Uhr
Kaffeepause

12.35-13.15 Uhr
Offene Straßen oder zugeparkte Zukunft
Dirk von Schneidemesser (Verkehrsforscher, Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung, Potsdam) -> Mehr Infos

13.15-14.45 Uhr
Mittagspause

14.45-16.45 Uhr
Workshop: Wie können nachhaltigere Perspektiven, Haltungen und Wertungen durch alternative sprachliche Ausdrucksformen vermittelt werden?

 

Zielgruppe

Die Tagung richtet sich an Personen, die alltagspraktisch mit Fragen der Mobilität und Nachhaltigkeit befasst sind, darunter:

  • Mitglieder von NGOs,
  • Verkehrsplanerinnen und Verkehrsplaner,
  • Medienmacherinnen und Medienmacher,
  • Personen, die in Politik und Verwaltung tätig sind
  • Interessierte aus der Forschung

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme! Das Sprachkompass-Organisationsteam: Hugo Caviola, Hans Weiss, Andreas Kläy, Martin Reisigl, Andrea Sedlaczek.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an hugo.caviola@unibe.ch

Adresse:
Bern, Unitobler, Lerchenweg 36, Raum F023

Mit dem ÖV:
Vom Bahnhof Buslinie 20, Haltestelle Unitobler

 

Lerchenweg 36
Bern, Unitobler, Raum F023
3012 Bern
Suisse

46.9531902, 7.4298758